Drei Golddiplome in Griechenland ersungen

Freigerichts Bürgermeister Albrecht Eitz reagierte mit seinen Glückwünschen sofort.  Klaus Ritter, Ehrenvorsitzender des Chorverbandes Main-Kinzig, schwärmt von der »bestmöglichen Werbung für den Chorgesang«. Befreundete Vereine und Dirigenten gratulierten auf  Facebook zum Erfolg der Horbacher Chöre beim dritten internationalen Chorwettbewerb in Kalamata in Griechenland.

Beim dritten internationalen Chorwettbewerb von Kalamata (vom 9. bis 13. Oktober)

Männerchor Horbach (Germany)

waren 37 Chöre aus 14 Ländern dabei. Die Punktewertung der Juroren entsprach dem »Musica-Mundi«-Wertungssystem, das eine Bandbreite von 0 bis 30 Punkten umfasst. Bewertet werden unter anderem die Tonreinheit, die Dynamik und die Schwierigkeit der Vorträge. Bis 10,5 Punkte wird das bronzene Diplom vergeben, ab 10,5 Punkte das silberne und ab 20,5 Punkten das Golddiplom.
Der Frauenchor Horbach erreichte im sakralen Wettbewerb 24,85 Punkte und im weltlichen Wettbewerb 23,60 Punkte. Der Männerchor erreichte in seiner Kategorie 25,33 Punkte. Horbach erhielt also drei goldene Diplome. Der Gesamtsieger des Festivals, der norwegische Frauenchor »Viva« erreichte in derselben Kategorie, in der auch die Männer antraten, 25,84 Punkte. Der geringe Abstand wurde von den Männern als Sensation gefeiert. Abgerundet wurde der Erfolg mit dem Preis für den besten Dirigenten des gesamten Festivals, der an Ernie Rhein vergeben wurde.
Für den Männerchor war es nach Riva del Garda (1993) und Calella (2013) die dritte (und mit Abstand erfolgreichste) Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. Der Frauenchor hatte nach Calella/Barcelona seinen zweiten internationalen Auftritt.
Der Männerchor konnte mit 46 seiner insgesamt 57 Chormitglieder anreisen, der Frauenchor mit 45 seiner 60. Mit Fans summierte sich die Reisegruppe auf 124 Personen. Beide Chöre zählten in Kalamat

Frauenchor Horbach (Germany)

a zu den großen Teilnehmerchören. Der Männerchor war der einzige des gesamten Wettbewerbs. In der Kategorie »Chöre gleicher Stimmen, Schwierigkeitsstufe eins« traf der Chor erstmals auf den späteren Gesamtsieger des Wettbewerbs, den Frauenchor »Viva« aus Norwegen, sowie den Frauenchor »Belcantes« aus Griechenland. Dass Horbachs Männer letztlich nur 0,5 Punkte hinter den norwegischen Frauen eingestuft wurden, war eine der echten Überraschungen.
Überhaupt hatte die Jury von Beginn an Gefallen an den Männern gefunden: Bereits vor der Veranstaltung wurde der Männerchor (aufgrund von eingesandten Choraufnahmen) von den Wertungsrichtern zu einem Gala-Konzert eingeladen.
Dass man sich letztlich sogar zum Großpreis-Singen der sieben besten Chöre qualifiziert hatte, geht zweifellos in die Vereinsgeschichte ein.

Und auch das wurde anerkannt: Die Beiträge des Frauenchores beim sakralen Wettbewerb waren wahrscheinlich qualitativ das Beste, das der Chor seit seiner Gründung vor 31 Jahren auf die Bühne gebracht hat.

In Gesprächen mit Wertungsrichtern, Dirigenten und Zuhörern ergab sich ein klares Bild: Gelobt wurde die Qualität der Horbacher Chöre und die extrem abwechslungsreiche Programmgestaltung. Mächtige Chorale, eine kurios-witzige Ringelnatz-Vertonung (von der »Hochseekuh«), zarte Liebeslieder oder auch einen Kriegsgesang frei nach »Game of Thrones« –  Ernie Rhein deckte mit seinen Akteuren fast jeden Bereich ab. Insgesamt dirigierte er 20 Chorstücke  –alle ohne Noten, alle (dank absolutem Gehör) ohne Stimmgabel bei der Tonangabe. Das machte Eindruck.  Sein Preis für den besten Dirigenten des Festivals wurde nicht nur im Lager der Horbacher bejubelt. Ernie Rheins These hat sich bewahrheitet: »Nichts ist für Publikum und Jury langweiliger, als ein Lied wie das andere zu singen.«



Kalamata kann kommen

Frauenchor Horbach beendet erfolgreiches Probewochenende in Salmünster

Freigericht/Bad Soden-Salmünster (mk). Vor sechs Jahren standen die Sängerinnen des Frauenchor Horbach an ähnlicher Stelle. Ein internationaler Wettbewerb stand vor der Tür. Damals war es für die meisten der erste im Ausland, es ging nach Calella bei Barcelona. Jetzt sind es nur noch wenige Wochen bis zur nächsten großen Reise im Oktober. Kalamata, auf dem südlichen Festland Griechenlands gelegen, ist das Ziel. Dieses vor Augen, versammelten sich die Frauen am Ende ihrer Sommerpause zum Probewochenende im Landhotel Betz in Bad Soden-Salmünster.

Eine besondere Herausforderung nimmt der Chor dieses Mal an. Er meldete neben dem regulären Wettbewerb auch noch in der sakralen Kategorie und muss dafür zusätzliche Literatur einstudieren. Auf die geistliche Musik legte Chorleiter Ernie Rhein dann ein besonderes Augenmerk in Salmünster. Noten vom Blatt lernen, Töne „schlucken“, Problemstellen immer und immer wieder pauken, auswendig lernen und dabei noch die Stücke interpretieren. Harte Arbeit, die sich lohnen soll. Das neue Stück „Sanctus“ des aufstrebenden Komponisten Ernest Rosco Coltrane und Alleluia von Sally K. Albrecht verlangten den Frauen gut geölte Stimmbänder ab, sanfter und leiser ging es wiederum bei „Nun ruhen alle Wälder“ zu. Für den weltlichen Teil standen die beiden Paradestücke, das indonesische Volkslied „Cikala le Pong Pong und die in Lautsprache verfasste Vertonung des polnischen Gedichtes „Mironczarnia“, sowie das plattdeutsche „Dat Du min Leevsten büst“ auf dem Programm. Von Freitagabend bis Sonntagmittag ging es bei diesen Werken in Salmünster ans Eingemachte – natürlich mit vielen Pausen, kulinarischem und geselligem Beisammensein. Am Samstagabend ertönten aus dem Hotel noch bis in die späten Stunden Gesangseinlagen. Diesmal aber bei Wein und ausgelassener Stimmung mit Klavierbegleitung von Ernie Rhein. Dann durften die Frauen bestimmen, was gesungen wird. So endete am Sonntag – für alle Beteiligten zufriedenstellend und optimistisch nach Kalamata blickend – das Probewochenende des Frauenchor Horbach.

 



Sommerfest der Horbacher Chöre an der Kneippanlage

Es gab wieder viel zu feiern beim alljährlichen Sommerfest der Horbacher Chöre an der Kneippanlage. Nicht nur, dass sowohl der Frauen- als auch der Männerchor bei den jüngsten Wettbewerben in Reichartshausen und Hüttenberg den Tageshöchstsieg mit nach Freigericht nahmen, auch der Rahmen des Sommerfestes war diesmal ein besonderer.

Die „Fischbörner Bube“ traten mit grandioser Stimmungsmusik auf und versetzten die Vereinsmitglieder bei heißen Temperaturen und leckerem Grill-Büffet in beste Feierlaune. Der ein oder andere durfte dabei auch am Mikrofon zeigen, was er kann oder beim Wasserwaten in der Kneippanlage lautstark mitsingen. Mit Schlagern, aktuellen Chart-Songs und Oldies heizten die „Bube“, die auch auf der Horbacher Kerb seit Jahren nicht fehlen dürfen, ein.

Auch der Geschäftsführer des Sängerbundes Main-Kinzig, Klaus Ritter, ließ es sich nicht nehmen, den Sängerinnen und Sängern zu ihren Erfolgen zu gratulieren, stellvertretend überreichte er der Frauenchor-Sprecherin Alexandra Herrmann einen Blumenstrauß.

Vereinsvorsitzender Stefan Bohländer verabschiedete eine besondere Sängerin, Alaina Majkrzak aus Kenosha / Wisconsin USA, die für ein Jahr als Austauschschülerin in Horbach wohnte und sehr engagiert beim Frauenchor mitsang, bekam ein schönes Bild des Chores und eine Frauenchorfahne geschenkt, die sie mit zurück in die USA nimmt.

Bis in die späten Abendstunden gingen die Feierlichkeiten weiter – jetzt geht es erstmal in die wohl verdiente Sommerpause, bevor dann alle Augen auf die Horbacher Kerb und dann auf den internationalen Chorwettbewerb im griechischen Kalamata gerichtet sind. mk

 



Für aktive und passive Mitglieder:



Männerchor Horbach: Bester Chor in Hüttenberg !

Altgediente Sänger waren sich nach der Wertungsbekanntgabe rasch einig: Dieser Erfolg gehört zu den größten in der Vereinsgeschichte! Beim Volksliederwettbewerb des Gesangvereins Eintracht Hüttenberg am 16. Juni waren eine Reihe namhafter Chöre und nicht minder namhafte Chorleiter angetreten. Horbach ist in der ersten Männerchorklasse angekommen und hat mit einem fulminanten Auftritt einen Sturm der Begeisterung im proppenvollen Saal ausgelöst. Der Tageshöchstpreis, der Meisterpreis für Männerchöre, der Klassensieg in der ersten Männerchorklasse, ein Golddiplom, der Sonderpreis für das beste populäre Volkslied und die Tageshöchstwertung mit 23,67 Punkten sind die „Ausbeute“ von Hüttenberg. In einer dramatischen Punkte-Bekanntgabe (Hauptkonkurrent Cleeberg lag bis zur Schlussrunde noch vorne) setzte sich Horbach mit dem Meisterwerk „Erinis ia morghulis“und sagenhaften 24,75 Punkten (von 25 möglichen) final an die Spitze. Der Sonntag wurde zum Feiertag. (Der Montag wurde auch zum Feiertag.) Somit gehen die Horbacher Chöre mir einer makellosen Bilanz in die Sommerpause. 

Foto: F. Hüttel

Download: AuswertungBogenVLW-2019



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