Kalamata kann kommen

Frauenchor Horbach beendet erfolgreiches Probewochenende in Salmünster

Freigericht/Bad Soden-Salmünster (mk). Vor sechs Jahren standen die Sängerinnen des Frauenchor Horbach an ähnlicher Stelle. Ein internationaler Wettbewerb stand vor der Tür. Damals war es für die meisten der erste im Ausland, es ging nach Calella bei Barcelona. Jetzt sind es nur noch wenige Wochen bis zur nächsten großen Reise im Oktober. Kalamata, auf dem südlichen Festland Griechenlands gelegen, ist das Ziel. Dieses vor Augen, versammelten sich die Frauen am Ende ihrer Sommerpause zum Probewochenende im Landhotel Betz in Bad Soden-Salmünster.

Eine besondere Herausforderung nimmt der Chor dieses Mal an. Er meldete neben dem regulären Wettbewerb auch noch in der sakralen Kategorie und muss dafür zusätzliche Literatur einstudieren. Auf die geistliche Musik legte Chorleiter Ernie Rhein dann ein besonderes Augenmerk in Salmünster. Noten vom Blatt lernen, Töne „schlucken“, Problemstellen immer und immer wieder pauken, auswendig lernen und dabei noch die Stücke interpretieren. Harte Arbeit, die sich lohnen soll. Das neue Stück „Sanctus“ des aufstrebenden Komponisten Ernest Rosco Coltrane und Alleluia von Sally K. Albrecht verlangten den Frauen gut geölte Stimmbänder ab, sanfter und leiser ging es wiederum bei „Nun ruhen alle Wälder“ zu. Für den weltlichen Teil standen die beiden Paradestücke, das indonesische Volkslied „Cikala le Pong Pong und die in Lautsprache verfasste Vertonung des polnischen Gedichtes „Mironczarnia“, sowie das plattdeutsche „Dat Du min Leevsten büst“ auf dem Programm. Von Freitagabend bis Sonntagmittag ging es bei diesen Werken in Salmünster ans Eingemachte – natürlich mit vielen Pausen, kulinarischem und geselligem Beisammensein. Am Samstagabend ertönten aus dem Hotel noch bis in die späten Stunden Gesangseinlagen. Diesmal aber bei Wein und ausgelassener Stimmung mit Klavierbegleitung von Ernie Rhein. Dann durften die Frauen bestimmen, was gesungen wird. So endete am Sonntag – für alle Beteiligten zufriedenstellend und optimistisch nach Kalamata blickend – das Probewochenende des Frauenchor Horbach.

 



Sommerfest der Horbacher Chöre an der Kneippanlage

Es gab wieder viel zu feiern beim alljährlichen Sommerfest der Horbacher Chöre an der Kneippanlage. Nicht nur, dass sowohl der Frauen- als auch der Männerchor bei den jüngsten Wettbewerben in Reichartshausen und Hüttenberg den Tageshöchstsieg mit nach Freigericht nahmen, auch der Rahmen des Sommerfestes war diesmal ein besonderer.

Die „Fischbörner Bube“ traten mit grandioser Stimmungsmusik auf und versetzten die Vereinsmitglieder bei heißen Temperaturen und leckerem Grill-Büffet in beste Feierlaune. Der ein oder andere durfte dabei auch am Mikrofon zeigen, was er kann oder beim Wasserwaten in der Kneippanlage lautstark mitsingen. Mit Schlagern, aktuellen Chart-Songs und Oldies heizten die „Bube“, die auch auf der Horbacher Kerb seit Jahren nicht fehlen dürfen, ein.

Auch der Geschäftsführer des Sängerbundes Main-Kinzig, Klaus Ritter, ließ es sich nicht nehmen, den Sängerinnen und Sängern zu ihren Erfolgen zu gratulieren, stellvertretend überreichte er der Frauenchor-Sprecherin Alexandra Herrmann einen Blumenstrauß.

Vereinsvorsitzender Stefan Bohländer verabschiedete eine besondere Sängerin, Alaina Majkrzak aus Kenosha / Wisconsin USA, die für ein Jahr als Austauschschülerin in Horbach wohnte und sehr engagiert beim Frauenchor mitsang, bekam ein schönes Bild des Chores und eine Frauenchorfahne geschenkt, die sie mit zurück in die USA nimmt.

Bis in die späten Abendstunden gingen die Feierlichkeiten weiter – jetzt geht es erstmal in die wohl verdiente Sommerpause, bevor dann alle Augen auf die Horbacher Kerb und dann auf den internationalen Chorwettbewerb im griechischen Kalamata gerichtet sind. mk

 



Für aktive und passive Mitglieder:



Männerchor Horbach: Bester Chor in Hüttenberg !

Altgediente Sänger waren sich nach der Wertungsbekanntgabe rasch einig: Dieser Erfolg gehört zu den größten in der Vereinsgeschichte! Beim Volksliederwettbewerb des Gesangvereins Eintracht Hüttenberg am 16. Juni waren eine Reihe namhafter Chöre und nicht minder namhafte Chorleiter angetreten. Horbach ist in der ersten Männerchorklasse angekommen und hat mit einem fulminanten Auftritt einen Sturm der Begeisterung im proppenvollen Saal ausgelöst. Der Tageshöchstpreis, der Meisterpreis für Männerchöre, der Klassensieg in der ersten Männerchorklasse, ein Golddiplom, der Sonderpreis für das beste populäre Volkslied und die Tageshöchstwertung mit 23,67 Punkten sind die „Ausbeute“ von Hüttenberg. In einer dramatischen Punkte-Bekanntgabe (Hauptkonkurrent Cleeberg lag bis zur Schlussrunde noch vorne) setzte sich Horbach mit dem Meisterwerk „Erinis ia morghulis“und sagenhaften 24,75 Punkten (von 25 möglichen) final an die Spitze. Der Sonntag wurde zum Feiertag. (Der Montag wurde auch zum Feiertag.) Somit gehen die Horbacher Chöre mir einer makellosen Bilanz in die Sommerpause. 

Foto: F. Hüttel

Download: AuswertungBogenVLW-2019



Frauenchor Horbach in Tageshöchstform

Platz 1 und beste Noten beim Chorwettbewerb in Reichartshausen

Reichartshausen. Es sollte eine kleine Generalprobe für den Wettbewerb und die Reise nach Kalamata sein. Am Ende wurde der Volksliederwettbewerb im badischen Reichartshausen bei Heidelberg am 2. Juni ein mehr als großartiger Erfolg für die Horbacher Frauen. 24 von 25 Punkten bedeuteten am Ende den Tageshöchstpreis für den Chor, gefolgt vom Zweitplatzierten, dem befreundeten Männerchor aus Frickhofen. Gerade die beiden Stücke für Kalamata – Cikala le pong pong, ein indonesisches Traditional, und Mironczarnia, die Vertonung eines polnischen Gedichtes – wollten die Frauen gut auf die Bühne bringen. Durch Urlaube und Krankheit war der Chor etwas komprimierter aufgetreten, was schließlich nicht ins Gewicht fiel. „Geile Nummer, bravo“, lautete das Statement des Jurors Tristan Meister zu „Mironczarnia“, das plattdeutsche Volkslied „Dat du min Leevsten büst“ kommentierte er mit „Wunderbar musiziert“ und nach „Cikala le pong pong“ blieb ihm nur, ein „Großes Kompliment, super Programm“ zu sagen. Das letzte Stück wertete er sogar mit großartigen 24,5 von 25 Punkten. Ein voller Erfolg, aber auch die Frauen selbst gingen zufrieden und gestärkt von der Bühne. Der kleine Wermutstropfen, dass die Damen alleine in ihrer Klasse antreten mussten, verflog mit diesem Ergebnis schnell, und es wurde ein weiterer Meilenstein in der Horbacher Frauenchor-Geschichte gefeiert.

mk

Foto: Bo



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